Die Idee hinter diesem Modell ist, dass Übungen, die Bewegungen aus der eigenen Erfahrungswelt aufgreifen, schnell abgerufen und leicht umgesetzt werden können. Strukturierte Maßnahmen unterstützen die Betroffenen dabei, „gesünder“ zu altern und weniger auf fremde Hilfe angewiesen zu sein.

Um die Übungsstunden leiten zu können, ließen sich Ramona Erk und Reinhard Fehr aus der Kaufunger Einrichtung in Lübeck zu Übungsleitern schulen.

Zweimal die Woche bieten die beiden nun für jeweils 60 Minuten die mottogeführten Trainingsstunden („Im Wald“, „Bei der Hausarbeit“, „Bei der Ernte“, Hausbau“ etc.) an. Ein individuelles Übungsprogramm ergänzt das Gruppentraining.

Das LMB verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz, der alle Körperregionen in einer Übungsstunde trainiert. Aufstehen und Gleichgewicht im Stand werden intensiv eingeübt. Dadurch verbessert sich die Stabilität der Person insgesamt.

Das LMB ist in der Lebenswelt der Zielgruppe verankert und mit den vorhandenen Strukturen der ambulanten und stationären Pflege vernetzt. Es eignet sich für alle pflegebedürftigen Personen, die ohne Unterstützung durch eine andere Person zumindest kurzzeitig sicher stehen können, gegebenenfalls mit Hilfsmitteln. Eine leichte bis mäßige Demenz oder andere kognitive Störungen sind kein Hinderungsgrund, sofern die Motivation zum Gruppentraining vorhanden ist.

Das „Lübecker Modell Bewegungswelten“ (LMB)  wurde von der Forschungsgruppe des Lübecker Geriatriezentrums gemeinsam mit Lübecker Übungsleitern entwickelt. Es ist Teil des Programms „Älter werden in Balance“ der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und wird vom Verband der Privaten Krankenversicherung e.V. gefördert.

 

Das DRK-Altenpflegeheim in Kaufungen legt großen Wert auf die Lebensqualität seiner Bewohnerinnen und Bewohner. Dafür bekam es von der Heimverzeichnis gGmbH seit 2009 durchgehend den Grünen Haken verliehen.