Tiere waren schon immer ein fester Bestandteil von Haus Rose. Als Mechtilde Rose 1987 mit einem Bett für einen Urlaubsgast, der gepflegt wurde, den Grundstein für das Pflegeheim Rose legte, gehörte zum Haus noch ein kleiner Hobby-Bauernhof mit Schweinen, Hühnern und Katzen. Aus einem Bett wurden acht, dann 20 und inzwischen beherbergt Haus Rose 40 pflegebedürftige Menschen. Irgendwann wurde das Elternhaus der jetzigen Heimleiterin Melanie Rose für den Pflegebetrieb zu klein und das Pflegeheim zog in sein neues Domizil.

Geblieben aber sind die Tiere der Familie Rose, nur dass inzwischen auch die der Heimbewohner dazugekommen sind. Denn im Haus Rose gibt es die Besonderheit, dass die Bewohner ihre Haustiere ins Pflegeheim mitbringen dürfen.

Es gab schon mal einen Papagei und inzwischen ist ein Bewohner mit einem jungen Australian Shepherd eingezogen, einer anspruchsvollen Hunderasse mit großem Bewegungsdrang. Da der Bewohner nicht mehr so vital ist, unternimmt ein Mitbewohner ausgiebige Spaziergänge mit dem Hund. So wie dieser, haben einige Bewohner Patenschaften für die Haustiere von anderen Bewohnern übernommen und springen ein, wenn Herrchen oder Frauchen verhindert sind. Haus Rose ist kein typisches Senioren- und Pflegeheim: Es gibt ältere Menschen, die in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt sind, aber auch pflegebedürftige junge Menschen, die körperlich fit sind mit Suchterfahrung und psychischen Problemen. Beide Gruppen ergänzen sich optimal, wenn es um die Versorgung der Tiere geht, die mittlerweile zum Haus Rose gehören. Durch seine vielseitigen Schwerpunkte kann das Alten- und Pflegeheim Menschen mit unterschiedlichsten Krankheitsbildern ein Zuhause bieten.

Tiere sind zeitaufwändig und kosten viel Geld. Dass Senioren und ihre Tiere im Haus Rose zusammen bleiben können, ist nur durch die Offenheit von Heimleiterin Melanie Rose möglich, die das positive Potential von Tieren für den Menschen erkannt hat. Und auch die Mitarbeiter sind bereit, sich um die Tiere zu kümmern. Denn oft bleiben diese nach dem Tod ihres Besitzers dem Seniorenheim erhalten, so wie die drei Katzen, welche die Bewohner, die dafür extra ihre Türen geöffnet lassen, in deren Zimmer besuchen kommen oder in den Wiesen ums Haus auf Mäusejagd gehen.

Haus Rose liegt idyllisch im Grünen, in einer wunderschönen Region, dem Mühlenkreis Minden-Lübbecke, ganz im Norden von Nordrhein-Westfalen. Neben den Tieren der Bewohner leben hier auch ein Pferd und ein Esel, die von den Bewohnern mitversorgt werden. „Es ist etwas anderes, ob ich einen Menschen mit Basteln beschäftige oder ob ich ihn in die Versorgung eines Tieres einbeziehe“, sagt Melanie Rose, die selbst eine Fortbildung in tiergestützter Therapie absolviert hat und gerne noch viel mehr in dieser Richtung machen würde, wenn ihr denn die Zeit bliebe. Die Beschäftigung mit den Tieren strukturiert den Tag der Bewohner. Sie sind an der frischen Luft und bekommen nicht zuletzt eine positive Rückmeldung: „Es ist schön, wenn das Pferd schon wiehert und zeigt, dass es sich freut und einen erkennt, wenn man sich ihm nähert.“  Der Umgang mit den Tieren ist für die Menschen von Haus Rose eine wertvolle Erfahrung, und gleichzeitig führt er auch dazu, dass sie sich gut um sich selbst kümmern: „Denn wer bei Regen nach dem Pferd oder dem Esel schaut“, so Melanie Rose, „ denkt daran, eine Regenjacke anzuziehen, um sich nicht zu erkälten, da er ja nicht krank werden darf, weil er Verantwortung für das Tier hat“.

Kontakt:

Alten- und Pflegeheim Haus Rose GmbH
Weher Straße 240
32369 Rahden

Tel. 05771 - 60 861 - 0
Fax 05771 - 60 861 - 55 55
web: www.pflegeheim-haus-rose.de
email: info@pflegeheim-haus-rose.de

Blog-Archiv

2018 (28)

Mai (4) April (8) März (5) Februar (7) Januar (4)

2017 (15)

Dezember (4) November (5) Oktober (5) September (1)