Für die Entwicklung und Etablierung neuer pflegedidaktischer Konzepte erhalten drei Professorinnen den Deutschen Pflegepreis, die höchste nationale Auszeichnung für Pflege. In jahrzehntelanger beruflicher und ehrenamtlicher Arbeit haben die drei Professorinnen Ingrid Darmann-Finck, Gertrud Hundenborn und Barbara Knigge-Demal die damals noch junge Disziplin der Pflegepädagogik und Pflegedidaktik in Deutschland vorangetrieben.

Der Deutsche Pflegepreis wird seit 1999 vom Deutschen Pflegerat an Persönlichkeiten oder Institutionen vergeben, die sich durch ihr Wirken um die Pflege und das Hebammenwesen in Deutschland besonders verdient gemacht haben.
Fritz Wagner, Präsident des Deutschen Pflegerats, bezeichnete Arbeiten und Wirken der drei Wissenschaftlerinnen beim Internationalen Tag der Pflege, am 12. Mai, als „innovativ und nachhaltig“. In der Entwicklung neuartiger pflegedidaktischer Konzepte bis hin zum Aufbau von Studiengängen und Forschungsverbünden in der Pflege haben sie Pionierarbeit geleistet. „Sie erkannten dabei frühzeitig, wie wichtig der Einsatz und die Umsetzung der generalistischen Perspektive in der Pflege und in deren Ausbildung und Studium sind“, so Präsident Wagner. „Im Rahmen ihrer hochschulischen Tätigkeit ist es Ihnen gelungen, die damals noch junge Disziplin der Pflegedidaktik in Deutschland auf den Ebenen der Forschung, der Entwicklung und der Lehre entscheidend zu beeinflussen und voranzutreiben. Wesentlich für die Profession Pflege haben sie dabei Ihre wissenschaftliche Arbeit immer auch mit berufspolitischen Aktivitäten verknüpft und in die Öffentlichkeit getragen und damit die Berufsgruppe wertgeschätzt. Alle drei Professorinnen haben sich um die Profession Pflege verdient gemacht.“

Corona-bedingt findet die Preisverleihung im Rahmen des Deutschen Pflegetags am 11. Und 12. November 2020 in Berlin.

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