In dem Webinar, am Dienstag, 26. Mai, behandelt Prof. Dr. Volker Großkopf das rechtlich äußerst heikle und schwierige Feld der Freiheitsentziehenden Maßnahmen (FEM). Er gibt Einblicke in den aktuellen Stand der Rechtslage und erläutert, unter welchen rechtlichen Voraussetzungen eine FEM zulässig oder geboten ist. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer können ein Feedback geben, Fragen stellen sowie an den Abstimmungen teilnehmen.

Durch Corona wurden in Deutschland Grundrechte in enormem Umfang eingeschränkt. Die Frage der Verhältnismäßigkeit rückt immer häufiger in den Mittelpunkt der öffentlichen Diskussion. Vor kurzem hat Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble die Diskussion mit seiner Aussage befeuert, dass das Grundrecht auf Leben kein absoluter Wert sei, sondern auch durch andere Grundrechte einschränkbar ist. Diese Aussage zeigt auf, in welchem Dilemma sich Gesundheitseinrichtungen befinden, wenn es um die Einschränkung von Freiheitsrechten geht.

Aber neben den grundsätzlichen Problemen in Zeiten von Corona bleiben es doch die alltäglichen Fragestellungen bezüglich freiheitsentziehender Maßnahmen, die rechtlich klar geregelt werden sollten.
Neben der medikamentösen Behandlung stellt die Fixierung ein wirkungsvolles Mittel dar, um eine Fremd- bzw. Eigengefährdung betroffener PatientInnen oder BewohnerInnen zu verhindern. Häufig besteht unter den Beschäftigten in den Gesundheitseinrichtungen jedoch eine große Rechtsunsicherheit darüber, welche (Pflege-)Handlungen überhaupt als freiheitsentziehende Maßnahme gelten sowie wann und ob überhaupt fixiert oder ein Bettgitter eingesetzt werden darf bzw. wann eine Pflicht für den Einsatz von freiheitsentziehenden Maßnahmen besteht.

Das Webinar richtet sich hauptsächlich an ÄrztInnen, Heimleitungen, Pflegedienstleitungen, Pflegefachkräfte, Qualitätsbeauftragte, Stationsleitungen, Wohnbereichsleitungen

Weitere Informationen erhalten Sie auf der PWG-Website.