Woran mangelt es Pflegekräften in Corona-Zeiten am gravierendsten? An Kinderbetreuung, Mundschutz oder Desinfektionsmittel? Der Berliner Unternehmer Bart de Witte will professionell Pflegende mit der Initiative „Myheroes“ unterstützen, bei der sie ihre Bedarfe auf Facebook publik machen können.

„Myheroes“ war ursprünglich als Plattform gedacht, um Pflegekräfte mit Babysittern und Hilfsfamilien zur Kinderbetreuung zu vernetzen. Bald stellte sich jedoch heraus, dass Angestellte in Krankenhäusern und Pflegeheimen so viel mehr benötigten – vor allem Atemschutzmasken und Desinfektionsmittel, „aber sicher noch viele weitere Dinge oder Leistungen, von denen wir vielleicht gar nichts wissen“, so der Initiator de Witte. 

Und so können Sie Ihren Bedarf bei „Myheroes“ einreichen:

1.      Nehmen Sie ein Blatt Papier, überschreiben Sie es mit dem Hashtag „whatdoweneed“ (englisch für: „Was wir brauchen“): #whatdoweneed

2.      Schreiben Sie darunter am besten in Englisch, zur Not aber auch in Deutsch Ihren Wunsch, z.B. Kinderbetreuung oder Schutzmasken. Beschreiben Sie Ihren Bedarf möglichst etwas präziser, z. B. wie viele Kinder zu betreuen sind, welches Alter, an welchem Ort oder wie viele Masken benötigt werden.

3.      Beenden Sie die Auflistung mit dem Hashtag „myheroes“: #myheroes

4.      Stellen Sie sich, egal ob allein oder in einer kleinen Gruppe mit ein oder zwei Kollegen, vor eine Kamera, halten Sie das Papier vor sich (mit der Aufschrift nach außen) und lassen sich so fotografieren.

5.      Senden Sie dieses Bild mit einem Post über Ihre Social-Media-Kanäle. Nennen Sie in diesem Post nochmal per Hashtag Ihren Wunsch (#Kinderbetreuung) und auch die Postleitzahl Ihres Ortes. Beide Hashtags sind wichtig, da „myheroes“ alle Posts maschinell auswertet. Markieren Sie die Initiative deshalb unbedingt auch, indem Sie den Zusatz @myheroes_global anfügen. So erfahren de Witte und sein Team von Ihrer Anfrage und können sich an die Arbeit machen.

Treten Sie als Privatperson auf

„Myheroes“ weist darauf hin, dass in manchen Einrichtungen die Kommunikation nach außen untersagt ist. Um nicht gegen gesetzliche und betriebliche Vorgaben zu verstoßen, empfehlen die Initiatoren im Facebook-Profil den Vermerk: „Ich bin privat hier“ zu setzen, um zu zeigen, dass es sich bei allen Äußerungen um eine persönliche Meinung handelt. Es sei auch denkbar, so „Myheroes“, für die Bitte um medizinisches Equipment einen neuen Kanal zu gründen, diesen sogar anonym zu führen. „Man könnte sich dann auf dem Foto umdrehen und nur den Rücken zeigen.“ Wichtig sei aber: „Das Plakat mit dem Text sollte dennoch gut sichtbar sein.“

Die Initiative im Netz: www.myheroes.global