Im Ergebnispapier der Sondierungsgespräche vom 12.01.2018 schreiben Union und SPD, dass sie „Sofortmaßnahmen für eine bessere Personalausstattung “ ergreifen und „dafür zusätzliche Stellen zielgerichtet“ fördern wollen.  Was bedeutet das konkret?
Die „neue“ GroKo will 8 000 neue Pflegefachkraftstellen schaffen. Ver.di Fachbereichsleiterin Sylvia Bühler kommentierte dies gegenüber der Tagesschau folgendermaßen: “ In Deutschland gibt es 13.000 Altenpflege-Einrichtungen, wenn wir nun 8 000 neue Stellen bekommen, dann bedeutet das nicht mal für jede Einrichtung eine neue Stelle“.
Um den Pflegeberuf attraktiver zu machen, soll die Tarifbindung in der Altenpflege flächendeckend umgesetzt werden, was Lohnerhöhungen zur Folge hätte. Mit einem Sofortprogramm sollen neue Stellen geschaffen werden, unter anderem durch eine Ausbildungsoffensive oder durch Anreize für Menschen, die in den Pflegeberuf zurückkehren oder von Teil- in Vollzeit wechseln wollen. Ebenfalls sollen Programme, in denen Pflegehelfer zu Pflegefachkräften qualifiziert werden, den Mangel an Fachkräften verringern. Wie dieses Programm finanziert werden soll, erläutern die Parteien jedoch nicht. Die AWO fordert daher die neue GroKo auf, sicherzustellen, „dass die Verbesserungen vollständig und dauerhaft aus Mitteln der Pflegeversicherung  refinanziert werden und nicht zu Lasten des Eigenanteils der Pflegebedürftigen gehen“.
Wie auch immer die Gespräche von CDU, CSU und SPD zum Thema Pflege ausgehen werden, es wird weiterhin Handlungsbedarf bestehen, um den Pflegenotstand in den Griff zu bekommen.  Umso wichtiger bleibt daher weiterhin der „Grüne Haken“ als Orientierungshilfe für Verbraucher. Das einzige unabhängige, gemeinnützige Gütesiegel, das Pflegeeinrichtungen nach den Kriterien Menschenwürde, Teilhabe und Autonomie zertifiziert.

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