Den BewohnerInnen ein aktives, selbstbestimmtes Leben zu bieten, ist den ca. 100 MitarbeiterInnen wichtig. Die SeniorInnen können hier malen, ihr Gedächtnis trainieren, singen, musizieren, sich um die Blumen kümmern oder bei der Hauszeitung mitarbeiten. Wenn sie spazieren oder einkaufen gehen möchten, wird eine Begleitung für sie organisiert. Die Kurpark-Residenz wird dabei von vielen engagierten Ehrenamtlichen unterstützt. BesucherInnen von außen sind willkommen, um an PC- oder Yoga-Kursen teilzunehmen, sich die wechselnden Kunstausstellungen anzuschauen  oder sich im Restaurant  verwöhnen zu lassen.

Öffnung nach außen

Die Kurpark-Residenz ist ein ehemaliges Hotel, das zwar modernisiert, aber durch zahlreiche erhaltene Bauelemente aus der vorletzten Jahrhundertwende  viel ehrwürdigen Charme besitzt. Die Lage mitten im historischen Kurpark, der im 19. Jahrhundert von Heinrich Siesmeyer angelegt wurde, begünstigt die Öffnung nach außen. 

„Wir haben auch Kooperativen mit Schulen, etwa der Friedrich-von-Bodelschwingh-Schule Großenlüder, die für ihre berufsvorbereitenden Projekte ausgezeichnet wurde“, erzählt Einrichtungsleiterin Anja Töne. Die SchülerInnen lesen vor, spielen  oder backen Plätzchen mit den  SeniorInnen. Sie haben aber auch die Möglichkeit, in alle Arbeitsbereiche der Einrichtung reinzuschnuppern, um vielleicht ihr Interesse an einem Pflegeberuf zu entdecken.

Externe Dienstleister runden das Angebot für die Residenzbewohner ab. Regelmäßig erhalten die BewohnerInnen  z.B.  Besuch von Therapiehunden. Wer möchte  kann diesen Leckerlis füttern, ihr Fell bürsten  oder mit ihnen kleine Kunststücke machen, z.B. sie durch einen Reifen springen lassen. Die weniger aktiven  Betagten werden von den Hunden am Bett besucht. Selbst (stubenreine) Lamas, waren schon in der Seniorenresidenz zu Gast und Haustiere sind selbstverständlich bei Einzug willkommen.

Durch Schallwellen zur Ruhe kommen

Im Männer-Werkraum hat der Klang- und Musiktherapeut Michael Walz mit Bewohnern der Einrichtung einen Klangschalenwagen gebaut. Dieser ist so bemessen, dass er überall im Haus  eingesetzt werden kann, bei Therapiegruppen oder auch direkt am Bewohnerbett. Bei bettlägerigen BewohnerInnen fährt Walz damit so ans Bett heran, dass sich an beiden Bettenden Klangröhren befinden. „Langzeitbettlägerige spüren ihren Körper nicht mehr“, erklärt Walz, „doch die Schallwellen helfen dabei, Bettlägerige wieder zu aktivieren. Sie haben eine Auswirkung auf die Körperzellen.“
„Wenn wir gestresst sind, sind alle Körperzellen chaotisch durcheinander“, so Walz, „durch die tiefen, langgezogenen Töne richten sich die Zellen wieder in eine Richtung aus.“ Dadurch kommt Ruhe in den Körper und Kraftreserven werden frei. Das bestätigt auch Einrichtungsleiterin Anja Töne, die sich gerne in eine Klangtherapie-Gruppe setzt, einem offenen Angebot für alle Mitarbeiter des Hauses: „Es ist einfach sehr entspannend“.
Die Klangtherapie zeigt deutliche Effekte. Eine an Parkinson erkrankte Bewohnerin, die immer unkontrollierte Kopfbewegungen zeigt, komme im Verlauf einer Klangtherapie-Sitzung fast vollständig zur Ruhe, erzählt Michael Walz.

Angenehme Erinnerungen wachrufen

Es gibt auch ein Snoezelmobil ( „Snoezelen“ aus dem Niederländischen für schnüffeln und dösen), das ebenfalls im ganzen Haus eingesetzt werden kann.  Durch ein an die Wand projiziertes Bild, Klänge und wohlriechende Düfte soll Wohlbefinden erzeugt werden. Das nicht altersgebundene Angebot, soll durch angenehme Reize  alle  Sinne  aktivieren. Für ein haptisches Empfinden bekommen die BewohnerInnen  zum Beispiel eine Feder, Steine oder ähnliches in die Hand, oder werden mit Massagehandschuhen an den Armen stimuliert.
Die projizierten Szenarien können abstrakt sein oder auch konkret, wie eine Waldszene, mit einem Bild von Bäumen und heimischen Tieren, Vogelgezwitscher und Fichtennadelduft.
Therapeut Walz erzählt von einer Bewohnerin, die nicht mehr in der Lage war, einen Becher zum Mund zu führen. Während einer Waldszene im Snoezelmobil griff die alte Dame plötzlich zu einem Keks neben ihrem Bett und aß ihn. Später erzählte ihm die Tochter, dass die Mutter in ihrer Jugend oft Waldpicknicke erlebt hatte.

Für interessierte BesucherInnen gibt es jeden Monat eine Hausführung durch die Kurpark-Residenz.

Kontakt:

Kurpark-Residenz Bad Salzschlirf GmbH
Im Kurpark 2
36364 Bad Salzschlirf

Tel.: 06648 / 9111-0
Fax: 06648 / 9111-11

info@kurparkresidenz.incura.de

Einrichtungsleitung/ Ansprechpartnerin:
Frau Anja Töne