„Innerhalb der Profession Pflege ist die Botschaft offensichtlich angekommen, dass die Politik für die Pflege aktiv geworden ist“, resümierte Stephanie Hollaus, Projektverantwortliche des Care Klima-Index 2019, der kürzlich in Berlin vorgestellt wurde. Der höhere Stellenwert der Pflege in der Politik gehe jedoch nicht mit einer Verbesserung des Arbeitsalltags einher, so die Ergebnisse der Erhebung. So bewerten 56 Prozent der Befragten ihre Arbeitsbedingungen als schlecht.

Franz Wagner, Präsident des Deutschen Pflegerates (DPR), sagte bei der Vorstellung der Ergebnisse: "Zentrales Problem ist weiterhin die chronisch zu hohe Arbeitsbelastung, die durch die Schwierigkeiten bei der Besetzung freier Stellen noch verschärft wird."

Insgesamt wurden 1536 Personen befragt, darunter Pflegefachpersonen, Pflegebedürftige und ihre Angehörigen, Ärzte- und Apothekerschaft, Industrie und Kostenträger sowie Verbände und Kommunen.

Der Psyma CARE Klima Index wurde von den Veranstaltern des Deutschen Pflegetages und dem unabhängigen Befragungsinstitut Psyma konzipiert und realisiert, um für den seit 2005 jährlich um knapp 5 Prozent wachsenden Pflegemarkt eine ähnlich empirische Basis zu liefern, wie es sie in anderen Wirtschaftssektoren bereits seit Jahrzehnten gibt. Der CARE Klima Index spiegelt die gefühlte Stimmung der professionell Pflegenden wider, sowie die der Pflegebedürftigen und aller relevanten Akteure, wie Ärzte, Apotheker, Kommunen, Kostenträger und Verbände – aber auch Unternehmen als Produktanbieter und Arbeitgeber.

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