Wo leben Senioren und Familien am besten? In einer neuen großen Deutschland-Studie wurden für zwei "ZDFzeit"-Dokumentationen diese Fragen umfassend untersucht. Ein Ergebnis daraus: In Sachen Pflege belegt der Landkreis Schaumburg bei Hannover den Spitzenplatz. Die Städte München und Rosenheim in Bayern schneiden in dieser Frage dagegen am schlechtesten ab. Verglichen wurde die Pflegesituation in allen 401 Kreisen und kreisfreien Städten Deutschlands. Die Gesamtergebnisse der großen Deutschland-Studie veröffentlicht das ZDF am Donnerstag, 28. November 2019.

Für die Untersuchung der Pflegesituation in Deutschland hat das Wirtschaftsforschungsinstitut Prognos als Teil einer umfassenden Analyse der Lebensverhältnisse von Seniorinnen und Senioren das Angebot an Pflegeplätzen, die Kosten sowie die Personalsituation in der stationären Pflege ausgewertet. Kreise in den nördlichen und östlichen Bundesländern Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen punkten vor allem mit geringeren Kosten für einen vollstationären Pflegeplatz. Bundesweit am teuersten ist es dagegen in großen Teilen Nordrhein-Westfalens, Bayerns und Baden-Württembergs. Dort sind die Preise für Pflege höher als anderswo. So betragen die selbst zu zahlenden Pflegekosten für einen vollstationären Pflegeplatz in Stuttgart im Durchschnitt gut 1110 Euro monatlich, in Saalfeld-Rudolstadt (Thüringen) dagegen mit 108 Euro nur rund ein Zehntel.

Beim Pflegepersonal zeigt die Studie ein deutliches West-Ost-Gefälle auf: Das Verhältnis zwischen Pflegebedürftigen und Pflegepersonal in der stationären Pflege ist in westdeutschen Regionen deutlich günstiger als in Ostdeutschland. So kommen auf 100 Pflegebedürftige in Halle an der Saale statistisch rund 68 Pflegekräfte. Im Landkreis Borken (NRW) sind es 132.

Die Daten wurden für die "ZDF-Deutschland-Studie" ausgewertet, die in diesem Jahr die Lebensverhältnisse für Senioren und Familien in allen Regionen miteinander verglichen hat. Alle Ergebnisse werden am Donnerstag, 28. November 2019, unter http://deutschland-studie.zdf.de veröffentlicht.