Anlässlich des Internationalen Tages der Menschenrechte am 10. Dezember laden die Veranstalter herzlich zur Verleihung des Förderpreises „Menschenrechte und Ethik in der Medizin für Ältere“ der Josef und Luise Kraft-Stiftung und zur Debatte zum Thema Digitalisierung in der Pflege ein.

Die Digitalisierung führt zu grundlegenden Veränderungen in der Unterstützung älterer Menschen, besonders in der Pflege. Technik kann älteren Menschen dabei helfen, ein autonomes, unabhängiges und würdevolles Leben zu führen; sie eröffnet Möglichkeiten für Bildung und Teilhabe, doch nicht alle Älteren können am technologischen Fortschritt teilhaben, etwa weil die Technik nicht verfügbar, zu teuer, nicht in die bestehenden Unterstützungssysteme integriert oder überhaupt kein Wissen über die technischen Möglichkeiten vorhanden ist. Die zunehmende Digitalisierung birgt darüber hinaus Risiken: Privatsphäre und Datenschutz können gefährdet sein, neue Formen der Isolation und Segregation oder Diskriminierung sind möglich.

Über die Chancen und Risiken der Digitalisierung in der Pflege werden am 09. Dezember 2019 Expert*innen aus den Bereichen Pflege, Selbstvertretung von Senior*innen sowie Menschenrechte und Ethik im Deutschen Institut für Menschenrechte in Berlin diskutieren.

Zu Beginn der Veranstaltung wird zum zweiten Mal der Förderpreis „Menschenrechte und Ethik in der Medizin für Ältere“ der Josef und Luise Kraft-Stiftung verliehen. Mit dieser Auszeichnung unterstützt die Kraft-Stiftung Projekte und engagierte Persönlichkeiten, die sich für den Schutz älterer, hilfsbedürftiger Personen einsetzen und dazu beitragen, dass Menschenrechte und Medizinethik im Gesundheitswesen stärker berücksichtigt werden. Sie arbeitet dabei eng mit dem Graduiertenkolleg „Menschenrechte und Ethik in der Medizin für Ältere“ an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg sowie der Katholischen Stiftungshochschule München zusammen.

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