Im Januar tritt das neue Pflegeberufegesetz in Kraft. Ziel ist es, die Pflege aufzuwerten und den Pflegekräften bereits ab dem ersten Ausbildungstag mehr Anerkennung und Wertschätzung zu vermitteln. Wesentliche Neuerung ist die Generalisierung der unterschiedlichen Pflegefachkraftausbildungen. In Zukunft lernen Kinderkranken-, Kranken- und Altenpflege-Azubis gemeinsam. Erst im dritten Jahr der Ausbildung gibt es eine Spezialisierung.

Das Schulgeld, das bisher für die Ausbildung entrichtet werden musste, entfällt. Ab Januar werden alle Auszubildenden eine Ausbildungsvergütung von ihrem Ausbildungsunternehmen erhalten. Außerdem sollen die Pflegeschulen künftig besser ausgestattet werden, um die Qualität der Bildung zu erhöhen.

Ein neues Pflegestudium soll die Pflegeausbildung ergänzen und dafür sorgen, dass die Wissenschaft stärker in die Praxis einfließt. Es wird mindestens drei Jahre dauern und mit einem akademischen Grad abschließen.

Das Pflegeberufegesetz regelt erstmals genau, welche Aufgaben nur von entsprechend ausgebildetem Personal übernommen werden dürfen.

Die entstehenden Mehrkosten sollen durch Ausgleichsfonds auf Länderebene gedeckt werden. In diese müssen Krankenhäuser, stationäre und ambulante Pflegedienste, die Bundesländer, die sozialen Pflegeversicherungen und die private Pflege-Pflichtversicherung einzahlen. Das Gesetz will sicherstellen, dass alle in gleichem Maße an der Finanzierung beteiligt sind. So sollen Einrichtungen, die nicht ausbilden, genauso viel bezahlen wie Einrichtungen, die ausbilden.

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