Ein Pflegeausbildungsfonds unterstützt künftig Betriebe und Schulen in Hessen finanziell, die Nachwuchskräfte für die Pflege ausbilden. Mit den Stimmen von CDU, Grünen, FDP und AfD wurde am Dienstag im Landtag in Wiesbaden beschlossen, ein solches Sondervermögen einzurichten. Wie die Deutsche Presseagentur (dpa) mitteilte, sollen die Betriebe einen Ausgleich dafür bekommen, dass sie ihren Auszubildenden nach Vorgaben des Bundes eine Mindestvergütung zahlen müssen. 2020 werden die bislang getrennten Ausbildungen in der Alten-, Kranken- und Kinderkrankenpflege zu einem einheitlichen Berufsbild zusammengeführt, wie die seniorenpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion, Petra Müller-Klepper, erklärte. "Dies wertet die Pflege als eigenständigen Berufsbereich auf." Der Pflegeausbildungsfonds sei ein zentraler Baustein der Reform, denn er schaffe die Grundlagen für die Finanzierung der neuen beruflichen Ausbildung.

Neu sei, dass ab 2020 alle Einrichtungen für die Ausbildung von Pflegekräften zahlen - auch diejenigen, die nicht ausbilden. "Damit wird die Pflegeausbildung solidarisch von allen getragen", sagte Müller-Klepper. Auch die Pflegeversicherung und das Land zahlten ein.

Auch andere Bundesländer greifen auf die Fondsfinanzierung zurück.