Grüner Haken: Das einzige Qualitätszeichen, das Verbraucherinnen und Verbrauchern eine transparente und übersichtliche Beurteilung einer Senioreneinrichtung bietet.

Ab 1. November soll die neue Qualitätsprüfung in der Pflege, kurz: Pflege-TÜV genannt, in Kraft treten. Das bisherige System, bei dem die Ergebnisse des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MdK) in Form von Schulnoten veröffentlicht wurden, erwies sich längst als untauglich: Anstatt die tatsächliche Qualität der Versorgung transparent darzustellen, erreichten alle Heime und ambulanten Dienste bundesweit Bestnoten.

Eine Studie der Deutschen Gesellschaft für Qualität (DGQ) untersuchte, welche Rolle der Pflege-TÜV bei der Entscheidungsfindung spielt. Und sie ging der Frage nach, nach welchen Kriterien Verbraucherinnen und Verbraucher ein Pflegeheim auswählen.

Die Ergebnisse der DGQ-Studie zeigen, dass es viel Unsicherheit in der Bevölkerung zum Pflege-TÜV gibt. Diese lässt sich auf die mangelnde Transparenz des bisherigen Bewertungssystems zurückführen. Für die Mehrheit der Befragten ist die Reform der MdK-Prüfung ein Schritt in die richtige Richtung. Allerdings geht sie einer großen Mehrheit (64 Prozent) noch nicht weit genug.
Bei der bevölkerungsrepräsentativen Umfrage von Innofact wurden 1010 Frauen und Männer im Alter zwischen 18 und 69 Jahren befragt, die in Deutschland wohnhaft sind.

Viele Unkenntnisse und Zweifel am Pflege-TÜV

56 Prozent der Befragten wussten, dass sich Pflegeeinrichtungen regelmäßig einer staatlich vorgeschriebenen Qualitätsprüfung unterziehen müssen. 39 Prozent sagten aus, dass ihnen nicht klar sei, nach welchen Kriterien der Pflege-TÜV eine Einrichtung bewerte. Fast ebenso viele wussten nicht, wo sie sich über die Ergebnisse der Prüfung informieren könnten. 52 Prozent bezweifelten, dass die Aspekte, auf die es bei qualitativ hochwertiger Pflege ankommt, messbar seien.

Persönlicher Eindruck ist wichtiger als Pflege-TÜV-Ergebnisse

69 Prozent der Befragten würden sich bei der Entscheidung für eine bestimmte Einrichtung eher auf den persönlichen Eindruck oder die Empfehlung von Freunden verlassen als auf das Ergebnis „einer staatlich verordneten Prüfung“.

Dies zeigt, dass der „Grüne Haken“ ein Qualitätszeichen ist, wie es sich die Verbraucherinnen und Verbraucher wünschen. Den meisten Menschen ist es nicht möglich, alle in Frage kommenden Häuser selbst zu besuchen. Beim Grünen Haken begutachten ehrenamtliche Gutachterinnen und Gutachter Seniorenheime so, also ob sie für Freunde oder Angehörige auf der Suche nach einer passenden Einrichtung wären. Bei einem mehrstündigen Besuch verschaffen sie sich einen persönlichen Eindruck. Sie sind beim Mittagessen dabei, sprechen mit der Einrichtungsleitung, aber auch mit Heimbeirat und Bewohnerinnen und Bewohnern. Sie sind gut geschult und achten bei ihrem Besuch auf eine Vielzahl von Kriterien, anhand derer sich die Lebensqualität bemessen lässt. Diese wurden von einem wissenschaftlichen Institut erstellt und werden immer wieder überarbeitet.

Reformierter Pflege-TÜV reicht noch nicht aus

Die Ergebnisse der DGQ-Studie zeigen, dass es viel Unsicherheit in der Bevölkerung zum Pflege-TÜV gibt. Das bisherige Bewertungssystem ist zu wenig transparent. Nach wie vor bleibt der „Grüne Haken“ das einzige Qualitätszeichen, das den Verbraucherinnen und Verbrauchern eine transparente, übersichtliche Beurteilung einer Senioreneinrichtung bietet.

Zitat Ilse Aigner (Präsidentin des Bayerischen Landtags) über den Grünen Haken:     
„Ich habe seine Entwicklung gefördert und es vor zehn Jahren zusammen mit Julia Klöckner gestartet: das Heimverzeichnis  mit dem „Grünen Haken“. Es steht für Pflegeeinrichtungen, in denen die Wahrung der Privatsphäre, menschliche Fürsorge und Lebensqualität großgeschrieben werden. Jeden Monat gehen mehr als 150.000 Anfragen ein. Das zeigt, dass die Menschen dem „Grünen Haken“ vertrauen - und wie wichtig ihnen ein Altern in Würde ist.“