Bald sollen Pflege-Fachkräfte auch aus Nicht-EU-Staaten einfacher in Deutschland arbeiten könnenn, wenn ihnen ein passender Arbeitsplatz angeboten wird.

Bislang musste geprüft werden, ob für eine Stelle nicht doch Personal in Deutschland gefunden werden könnte. Diese sogenannte Vorrangprüfung fällt nach dem neuen Gesetz weg. Es wurde Anfang Juni von der Großen Koalition im Rahmen des Migrationspakets beschlossen und von Innenminister Horst Seehofer vorgestellt. Fachkräfte sollen in Zukunft ähnlich wie Akademiker für bis zu sechs Monate für die Arbeitssuche einreisen dürfen. Dafür genügen Zeugnisse, Deutschkenntnisse und offene Stellen.

Der Präsident des Bundesverbands privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa) lobte das Gesetz als „spätes, aber wichtiges Signal“, hält es aber in seiner jetzigen Form für noch nicht ausreichend. Er bemängelte, u.a. dass die einzelnen Länder weiterhin uneinheitliche Anforderungen an ausländische Fachkräfte stellten, Abschlüsse aus Nicht-EU-Ländernoft nicht anerkannt würden und meist erhebliche Probleme in den Anwerbeländern beständen, dass es zum Teil Monate daure, bis eine ausreiseinteressierte Fachkraft einen Termin bei der Botschaft bekäme.

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